Die Stadt Unna liegt im Osten des Ruhrgebiets in dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und beherbergt auf einer Fläche von etwa 88 Quadratkilometern um die 66000 Einwohner.

Schon zu Zeiten der Steinzeitmenschen finden sich hier Spuren von Siedlungen. Eine erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand jedoch erst Jahrtausende später statt, nämlich Anfang des 11. Jahrhunderts. Im späten 13. Jahrhundert erhielt Unna dann die Stadtrechte verliehen.

Immer wieder wurde Unna von Bränden und Kriegen zerstört, besonders im Mittelalter. Dennoch wurde hier lebhafter Handel getrieben und die Stadt strebte wirtschaftlich auf. Dies belegt auch eine Ausgrabung, bei der in den 1950er Jahren ein namhafter Goldschatz gefunden wurde. Unna war auch Mitglied der Hanse. Nach deren Untergang verließ auch Unna das wirtschaftliche Glück und auch Seuchen und Kriege trugen zum wirtschaftlichen Niedergang bei. Die Pest richtete Ende des 16. Jahrhunderts die Hälfte der Bevölkerung zugrunde.

Erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung gewann Unna erneut an Bedeutung und mauserte sich vom ländlichen Städtchen zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort, bei der der Salzabbau in der „Saline Königsborn“ eine wesentliche Rolle spielte. Hier halfen die neu erfundenen Dampfmaschinen beim Abbau des Salzes.

Natürlich wurde in Unna auch Steinkohle abgebaut, weitere Betriebe siedelten sich an, so zum Beispiel Zulieferer für den Bergbau und viele andere Unternehmen.

Wie so viele Städte in Deutschland, die Industrie besaßen, wurde auch Unna im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert und es gab viele Zerstörungen.

In den 1960er Jahren schlossen die Bergbauzechen wie anderswo auch im Ruhrpott, was zu einem wirtschaftlichen Abschwung führte. Doch Unna hat es geschafft, dieser Herausforderung zu begegnen und wandelte sich im Laufe der Zeit zu einem florierenden Zentrum der Dienstleistungen. Dies beziehen Sachverständige in ihren Gutachten und Wertermittlungen, besonders in ihren Immobilienbewertungen mit ein.

Bautechnisch interessant sind die vielen mittelalterlichen Gebäude und Kirchen in Unna. So ist dort zum Beispiel die „Burg Unna“ zu finden, die denkmalgeschützt Teil der Stadtmauer ist und heute ein Museum beherbergt.

Sehenswert ist auch die Stadtkirche aus der Spätgotik, deren Turm blau angestrahlt wird, was am Abend immer sehr schöne Effekte hat.

Wer Fachwerkbauten liebt, wird in der Altstadt von Unna fündig werden, wenn auch viele Häuser durch Umbauten oder Fassadenänderungen nicht mehr so ganz „fachwerklich“ aussehen. Dieses beziehen Sachverständigenbüros in ihre Wertermittlungen mit ein, wenn sie Gutachten erstellen.

Verkehrstechnisch ist die Stadt gut an das Straßen- und Schienennetz angebunden, so dass Transporte von Passagieren und Waren kein Problem darstellen. Für den Nachwuchs der Einwohner ist mit umfangreichen Bildungsstätten reich gesorgt. So finden sich in Unna sogar drei Gymnasien und auch die Volkshochschule ist mit einer Einrichtung für bildungshungrige Erwachsene und solche, die es werden wollen mit vielfältigen Kursen vertreten.

Der Kurpark bietet für die Seele eine schöne Umgebung zur Erholung von dem Alltagsstress und wird gern besucht. Hier können sich die Touristen von den geführten Stadtrundgängen erholen, von denen es unterschiedliche Angebote gibt.

Einen Besuch wert ist auch allemal das Museum für Internationale Lichtkunst, das wohl einzige Museum, das sich exklusiv mit Lichtkunst befasst.

Zahlreiche Veranstaltungen über das Jahr bietet nicht nur den Einwohnern Unnas ein vielfältiges Leben im kulturellen Sinne sondern auch denen, die die Stadt von auswärts mal besuchen.